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DIE SPRECHENDEN STATUEN ROMS

Berk

10 Juni 2020

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Die sprechenden Statuen Roms

Zur Antike gab es in Rom jede Menge Statuen von Kaisern, wichtige Persönlichkeiten und Gottheiten, die die Tempel und öffentlichen Bauwerke verzierten. Nachdem das Christentum 380 zur Staatsreligion wurde, wollte man die Statuen loswerden. Deshalb benutze man im Mittelalter viele als Baumaterial oder warf sie gegen die Belagerer, um die Stadt zu verteidigen. Außerdem waren sie für die frühen Christen eine Erinnerung an den antiken polytheistischen Glauben und wurden bewusst zerstört und begraben.

Bei Ausgrabungen in den letzten Jahrhunderten wurden immer wieder Statuen gefunden, die heute in vielen verschiedenen Museen ausgestellt werden. Auch einige unserer sprechenden Statuen stammen aus der Antike und wurde an verschiedenen Orten in der Stadt platziert.

Die Tradition dieser Statuen stammt aus der Zeit des päpstlichen Nepotismus, der Inquisition und Ketzerverfolgung. Man platzierte Zettel mit spöttischen Gedichten gegen die Herrscher und ihre Politik an diese Statuen und brachte sie somit zum Sprechen. Wenn man besonders mutig war, hat man sich nachts an eine der Statuen geschlichen, um die Zettel anzubringen ohne dabei erwischt zu werden, damit das Volk am nächsten Morgen die Beiträge lesen kann, bevor sie wieder von die Wachen entfernt werden.

Die sprechenden Statuen schon vor Twitter und Facebook die ersten sozialen Netzwerke mit denen Menschen auch anonym ihre Unzufriedenheit gegenüber autoritären Herrschern äußern konnten.

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